Ich habe an der Haute Ecole des Arts Appliquées in Genf und an der Gerrit Rietveld Academie in Amsterdam Schmuck studiert. Besonders das holländische Designdenken hat mich massgeblich beeinflusst und meine konzeptuelle Arbeitsweise bestärkt. Ich habe zwar Schmuckdesign studiert, aber immer wieder arbeite ich auch in anderen Bereichen. Wichtig für mich ist das Konzept, die Materialien, die Form und die Funktion folgen später.

Ausgangspunkte meiner Arbeiten sind oft Themen aus der Kulturgeschichte des Essens. Die Gegenüberstellung von Schein und Sein oder auch von Natur und Kultur ergeben Aspekte, die mich immer wieder faszinieren und die sowohl im Zusammenhang mit Nahrung, aber auch mit Ornamenten auftauchen.
Der Geist des Zuckers und des Ornaments sind vergleichbar, das Eine ist ein Gaumenkitzel, das Andere ein Augenschmaus. Die unzähligen Rezepte, die es gibt, beweisen unseren entwickelten Geschmacksinn. Doch kann man über guten Geschmack streiten?
Der Ausdruck “man ist, was man isst” beschreibt eine identitätsstiftende Komponente, die auch dem Schmuck eigen ist. Im Sinne einer Trophäe übernimmt der Träger beispielsweise die Eigenschaften des erlegten Tieres und brüstet sich mit der heroischen Jagdgeschichte. Dabei kann man sich natürlich auch mit fremden Federn schmücken, das hingegen ist wiederum eine Frage des Stils.

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